vitra.

von Bianca KILLMANN Posted in Hintergrund

vitra., weil am rhein

Seit den 1950er Jahren fertigt vitra die Entwürfe von Designern. George Nelson, Charles und Ray Eames waren die ersten, deren Möbel von den Unternehmensgründern Erika und Willi Fehlbaum in Weil am Rhein hergestellt wurden. Auf einer USA-Reise hatte das Schweizer Ehepaar die Vertriebslizenzen von Herman Miller erhalten, dessen Einrichtungsobjekte in den Staaten bereits etabliert waren. Zu dieser Zeit kreuzten sich auch die Wege mit Verner Panton. Er war ganz versessen darauf einen visionären Freischwinger ganz aus Kunststoff zu entwerfen. Die Fehlbaums glaubten an die Idee und brachten 1967 den Panton Chair auf den Markt. Auf diesem Fundament entwickelte sich über die Jahre eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Verner Panton und anderen progressiven Gestaltern. Das Möbelangebot für gewerbliche, öffentliche und private Räume wuchs.

 

Die vitra Welt

  • 1981, inzwischen hat Rolf Fehlbaum seinen Vater in der Unternehmensleitung abgelöst, zerstört ein Brand einen Großteil der historisch gewachsenen Produktionsgebäude. Seitdem versammeln sich an diesem Ort Gebäude renommierter Architekten wie Frank Gehry, Nicholas Grimshaw, Zaha HADID, Tadao Ando, Alvaro Siza, Herzog & de Meuron und SANAA  und bilden damit den Vitra Campus. Das vitra Design Museum war das erste Gebäude von Frank O. Gehry ausserhalb Nordamerikas. Tadao Ando verewigte sich erstmals ausserhalb von Japan mit einem Konferenz- und Tagungsgebäude, das 1993 fertig wurde. Im selben Jahr feierte auch Zaha HADID mit vitra eine Premiere. Ihr Feuerwehrhaus ist ihr erstes realisiertes Bauwerk und annoncierte bereits ihren spektakulären Stil.

 

Beste Bürokultur

  • Neben einem Nährboden für zeitgenössisches Design antwortet vitra mit “Net ‘n Nest” auf die veränderten Ansprüche im Arbeitsalltag. “Net” sieht das Büro als Zentrum der Kommunikation und gleichzeitig als Rückzugsort, das “Nest”.

 

Ökologie und Ökonomie

  • Alle Umsetzungen werden von einem ökologischen Gedanken und ökonomischer Verantwortung getragen. vitra versteht hierunter keine von außen auferlegte Pflicht. Es sei vielmehr eine Design-Frage, die schon immer Teil der eigenen Industriekultur war. Zum Nutzwert eines Möbels gehört es für Vitra einfach dazu, dass seine Produktion, seine Verwendung und seine Entsorgung keinen Schaden verursachen.

 

Ewig junge Klassiker

  • Die Langlebigkeit der Produkte stehen im Zentrum des Beitrags von vitra. Kurzlebiges Styling wird vermieden. Bestes Beispiel hierfür sind die Design-Klassiker, die über Jahrzehnte jung bleiben und sich nicht abnutzen. Wie sonst nur bei Oldtimern üblich, wechseln mache Stühle, Tische, Sofas mehrmals den Besitzer und halten in Museen und private Design-Sammlungen Einzug.

“Mit der Nachhaltigkeit ist es wie mit der Moral: Man soll sie leben, aber wenig darüber reden. Unsere Wurzeln im Design der Moderne machen den ersten Schritt einfach: Produkte, die alles Überflüssige weglassen und lange leben.” Rolf Fehlbaum, Chairman vitra